Der Zerstörungswahn des US-Konzerns Google geht auch 2020 weiter! - Manfred Gebhardt WR-O WirtschaftsRedaktion Oberpfalz Hauerstraße 24 92224 Amberg - 1998 – 2020

Bundesverband GebäudeGrün e. V.


Ein Dachgarten kann als Sonnenplatz und Ruhezone dienen. Foto: djd/BuGG

Auch private Bauherren können ihre Dächer begrünen. Foto: djd/BuGG

Pflanzen, wohin das Auge blickt. Das freut auch die Wild-
bienen. Foto: djd/BuGG

Es grünt
auf Dächern
und an Fassaden
Artenschutz und besseres Klima: Gebäudebegrünung
wird oftmals gefördert

Amberg (djd|wro) - Grüne, bepflanzte Dächer und Fassaden werden gerade im Hinblick auf den herrschenden Klimawandel immer wichtiger. Die Pflanzen verbessern zum einen das Mikroklima rund um das Haus, denn sie befeuchten die Luft, min-
dern den Lärm und filtern Feinstaub. "Studien weisen nach, dass schon die Pflanzen einer anspruchslose-

Sieht futuristisch aus, ist jedoch machbar: Fassaden-
begrünung an einem Hochhaus.
Foto: djd/BuGG

ren, extensiven Dachbegrünung Feinstaub, Stickoxide und weitere Schadstoffe aus der Luft filtern und abbauen können", sagt Dr. Gunter Mann, Präsident des Bundesverbands GebäudeGrün.

Größere Artenvielfalt

Zudem helfen die Gebäudepflanzen dabei, die Arten-
vielfalt der Insekten und Tiere zu fördern. Denn Wild-
bienen, Schmetterlinge und andere Kleinlebewesen fin-
den auf Gründächern Nahrung, etwa in den Blüten der zahlreichen Pflanzen. Vögel nutzen eine begrünte Fassa-
de gern als Nistplatz. Des Weiteren schützen Pflanzen die Dachabdichtungen vor Extremtemperaturen und -witte-
rungen. Damit wird die Lebensdauer eines Daches ver-
längert. Der Gründachaufbau hält das Regenwasser zurück, somit wird die Kanalisation entlastet und der Hausbesitzer spart Abwassergebühren. Nicht zuletzt erhält der Bauherr selbst neu nutzbaren Wohn- und Freizeitraum, wenn er beispielsweise auf dem Flachdach einen Dachgarten anlegt. Auch Städteplaner und Architekten nutzen heutzutage das Wissen um die Klima-
freundlichkeit der Gebäudebegrünung.

Wenn genug Platz da ist, können Dächer sogar als Sport- und Freizeitfläche genutzt werden. Foto: djd/BuGG

Fördermöglichkeiten vorhanden

Wer als privater oder auch gewerblicher Bauherr einen grünen Neubau plant oder ein Bestandshaus begrünen möchte, kann in manchen Städten eine direkte oder indirekte finanzielle Förderung dafür in Anspruch neh-
men. Der Bundesverband hat eine Umfrage unter deutschen Städten durchgeführt. Daraus geht hervor, dass in den Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern insgesamt 47 Förderprogramme für Dachbegrünung und 44 für Fassadenbegrünung laufen. Weitere 33 Städte betreiben Programme, die Dach- und Fassadenbegrü-
nung kombinieren und teilweise Innenhöfe, Vorgärten und Freiflächen beinhalten. Unter www.gebaeude-
grueninfo
sind die Umfrageergebnisse kostenlos ab-
rufbar. International wird das Thema klimafreundliche Dächer und Fassaden ebenfalls immer wichtiger. Als Folge findet vom 16. bis 18. Juni 2020 der Weltkongress GebäudeGrün mit etwa 100 Vorträgen in Berlin statt.

Eine extensive Dachbegrünung ist jene mit anspruchslosen Pflanzen. Sie kann schon viel Gutes bewirken.
Foto: djd/BuGG

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